Kategorie: Maschinen- und Anlagenbau

  • Kosten senken ist der einfachere Teil

    Die erste Liste kennen wir: Kosten runter, Strukturen anpassen, Kapazitäten überprüfen. Nach drei Jahren rückläufigem Auftragseingang war das auch bei TRUMPF zwingend. Jetzt zieht der Auftragseingang wieder an.

    Gleichzeitig baut TRUMPF sein Geschäft breiter auf. Mehr Automation, mehr Software, mehr vernetzte Produktionssysteme, neue Produktfelder durch Zukäufe wie Mate Precision und Cutlite. Das ist die zweite Liste.

    Sie beantwortet die schwierigere Frage: Woher soll das nächste relevante Geschäft kommen? Bei TRUMPF geht es zunehmend um komplette Produktionssysteme. Maschine, Software, Service, Automation und zusätzliche Technologien greifen enger ineinander. Dazu verschieben sich die Märkte. Die USA haben Deutschland inzwischen als größten Einzelmarkt abgelöst.

    Damit verändert sich mehr als das Produktportfolio. Es verändert sich, wie verkauft, entwickelt und geführt werden muss. Wer komplette Produktionssysteme verkauft, braucht einen Vertrieb, der Prozesse und Geschäftsmodelle beim Kunden versteht. Das Produktmanagement muss Hardware, Software und Service zusammenbringen. Technologie muss schneller in skalierbares Geschäft übersetzt werden. Und neue Unternehmen oder Produktfelder müssen integriert werden, ohne die bestehende Organisation auszubremsen.

    Hier wird die zweite Liste anspruchsvoll. Sie braucht Investitionen und neue Technologien. Sie braucht ebenso Menschen, die neue Geschäftsfelder aufbauen, Verantwortung übernehmen und zwischen bestehendem Kerngeschäft und neuen Wachstumsfeldern führen können.

    Zu viel Maschinenbau-Mittelstand hängt auf Liste 1 fest. Die spannendere Frage ist, wie gut die zweite aussieht.

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